Die Suche nach meinem authentischen Ausdruck

written by rachelfischlin.com 26. September 2017
Die Suche nach meinem authentischen Ausdruck

Wie ich meiner Kreativität authentischen Ausdruck verleihen kann, ist für mich als Mensch, als Künstlerin, ein Dauerthema. Ich fühle mich auf einem Weg der Suche. Eigentlich schon länger. Und ich beneide andere Künstler, die ihren Stil gefunden haben und diesem treu bleiben können, wollen, müssen. Doch mir ist klar, dass auch diese Menschen hadern und ähnliche kreative und persönliche Prozesse durchlaufen wie ich. Dafür habe ich inzwischen genug von meiner Naivität abgelegt und weiss, dass ich nicht alleine mit meinen Zweifeln, Vermeidungstaktiken und Unsicherheiten bin. Vermutlich bleibt davon kaum ein Künstler verschont, wohl grundsätzlich kaum ein Mensch.

Fluch und Segen zugleich

Meine kreativen Fertigkeiten ermöglichen mir, mit fast jedem Material, jeder Technik, sehr viele Stile und Varianten in einer ansprechenden Weise umzusetzen. Ob Bleistift, Farbstift, Fineliner, Tusche, Acryl, Wasserfarben oder Modellieren und Basteln: vieles scheint einfach zu gelingen! Ob fantastisch oder realistisch. Darum werde ich oft beneidet. Doch ich glaube, dass gerade dieses Talent nicht nur mein grösster Segen sondern auch mein grösster Fluch ist. Denn mit welchem Medium, in welchem Stil möchte ich mich denn nun überhaupt ausdrücken, wenn praktisch alles zufriedenstellend möglich ist?

Die Suche nach meinem authentischen Ausdruck

Sowohl als auch

Mittlerweile bin ich zu dem Punkt gelangt, dass Gegensätze sich nicht ausschliessen sondern durchaus ergänzen können. Dass ich Schwarz und Weiss gleichzeitig sein darf, und das ganze Spektrum dazwischen. Dass ich mich nicht entscheiden muss. Für meine Kunst heisst das, dass ich einerseits Auftragsarbeiten ausführen kann, die oft eine genaue, naturgetreue und realistische Umsetzung beinhalten (zum Beispiel Portraits in Acryl oder Hochzeitsbäume mit Fineliner) und mich andererseits für meinen persönlichen Ausdruck völlig frei fühlen und von den Regeln und dem Anspruch der Gegenständlichkeit lösen kann.

Die Suche nach meinem authentischen Ausdruck

Ohne Plan

Dieser Ansatz ist irgendwie alt und neu zugleich. Ich sehne mich schon länger nach einem neuen, urpersönlichen und authentischen Ausdruck. Einen Weg, meine Gefühle und Gedanken in Farben und Formen auszudrücken. Frei und pur. Und mein Interesse führt mich immer wieder zur abstrakten und intuitiven Kunst. Ich habe im vergangenen Jahr immer mal wieder Versuche darin gestartet (siehe auch vergangene Fotos auf meinem Instagram-Profil), mich aber noch nicht ausführlicher darauf eingelassen. In mir spricht immer noch eine kleine Stimme, die mir einredet, dass abstrakte Kunst keine Kunst ist, dass sie nichts ist, nichts darstellt, dass das jedes Kind kann, ja, es nichtig und wertlos ist (mein Gott! Wenn ich das nur schon lese. Schrecklich!). Tja, doch ich wäre nicht Rachel, wenn ich mich nichtsdestotrotz auf diesen Weg begeben würde. Und das tue ich. Mit grosser Freude und Neugier.

Lasst euch überraschen!

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